Diagnose

Vor einer Woche bekam ich einen Anruf von dem Arzt, der die Darm- und Magenspiegelung gemacht hat: die Gewebeproben, die er aus dem Darm entnommen habe, hätten einen pathologischen Befund ergeben. Ich hätte eine kollagene Colitis (eine Dickdarmentzündung, die nur mikroskopisch nachgewiesen werden kann). Ich möge mich bitte schnell in meine Hausarztpraxis begeben. Dort werde man mit einer Cortisonbehandlung anfangen. „Sonst geht das nicht weg“, fügte er sehr bestimmt hinzu. Vielen Dank für die Information!

Selbstverständlich werde ich kein Cortison nehmen. Cortison hat eine Menge völlig unakzeptabler Begleitwirkungen: es macht dick, es fährt das Immunsystem herunter, es mindert allenfalls die Symptome und es stört nachhaltig die Selbstheilungskräfte des Organismus. Ich musste mich übrigens im Internet erst mal schlau machen, was das überhaupt für eine Krankheit ist. Sie ist relativ neu (entdeckt) und eigentlich weiß man kaum etwas darüber, weder über Heilungsmöglichkeiten noch über ihre Entstehung. Ich hatte dann am nächsten Tag eine telefonische Sitzung mit der lieben Inke, meiner Chinesische Medizinfrau, die mir vor vielen Jahren schon mal sehr gut geholfen hat und bei einer anderen Person in meinem Umfeld eine Kuhmilcheiweißallergie festgestellt hat, nachdem die vorher konsultierten Ärzte keine Ursache für das schwere Handekzem feststellen konnten (Inke-Kruse.de). Jedenfalls habe ich zur Zeit keinen Durchfall, mein Darm scheint sich wieder zu normalisieren – ganz ohne Cortison. Spannenderweise habe ich direkt nach dem Telefonat mit dem Arzt ganz deutlich wahrgenommen, daß mein Darm mir meldete: ICH WILL KEIN CORTISON! Ich bin sehr zuversichtlich, daß wir das anders hinkriegen. Inke hat übrigens eine wesentliche Frage gestellt: Ob ich eine Idee hätte, was mich so aus meiner Mitte gebracht hätte (die ganzen Bauchorgane werden in der Traditionellen chinesischen Medizin als Mitte des Menschen angesehen). Es geht mir mittlerweile sehr gut, das Essen schmeckt mir und ich habe schon ein Kilo zugenommen.

Möhren aus dem Garten, so ganz und gar nicht der EU-Norm entsprechend, aber lecker

Was ich zur Wahl in den USA sage? Ob Biden der bessere Präsident wird? Ich weiß es nicht. Ich habe schon lange den Eindruck, es ist egal, wer dort regiert. Zumal ja nur Milliardäre überhaupt die Chance haben, Präsident zu werden. Versteht mich richtig: ich finde Trump überhaupt nicht sympathisch. Er ist ein Rüpel, Angeber, sicher auch ein notorischer Lügner. Als Frau kann ich ihn nur eklig finden. Neulich stand in der Süddeutschen Zeitung, angelehnt an seinen Spruch „Grab her by the pussy“ die Aufforderung: „Grab him by his dick.“ Nö, so nah möchte ich ihm gar nicht kommen. Aber anders als alle seine Vorgänger hat er in den vier Jahren seiner Präsidentschaft keinen Krieg geführt. Dabei sind die USA seit ihrem Bestehen fast ununterbrochen im Krieg, angefangen mit dem Krieg gegen die Ureinwohner. Und er hat, auch anders als die allermeisten Regierungschefs dieser Planetin, mit Kim Jong Un geredet. Ob da jetzt was bei rausgekommen ist oder nicht, steht auf einem anderen Blatt. Aber alle anderen haben sich ja immer nur über den nordkoreanischen Präsidenten ausgelassen. Der ist wohl kein Sympathieträger, aber Menschen zu ignorieren bzw. über sie herzuziehen macht die weltpolitische Lage kein bisschen besser. Für die europäischen Politiker*innen war Trump die ideale Steilvorlage. Die Medien breiteten sich genüsslich über seine neuesten verbalen Entgleisungen aus. Man konnte mit dem Finger auf ihn zeigen und sich selbst moralisch überlegen fühlen. Wie praktisch! Weil man sich nicht mit seinen eigenen Fehlhandlungen befassen musste. Trump baut eine Mauer an der Grenze nach Mexiko – wie schändlich! Nun, Europa braucht keine Mauer, weil es praktischerweise das Mittelmeer gibt. Daß es mittlerweile ein gigantisches Massengrab von Menschen auf der Flucht ist. das ist Europas Schande! Auch bei uns gibt es Politiker, bei denen man sich fragt, warum sie nicht längst aus dem Amt gejagt wurden. Ich denke da an unseren Verkehrsminister, der sich einen Klopper nach dem anderen leistet und immer noch weiter machen darf, obwohl jetzt schon glasklar ist, daß wir Steuerzahler*innen mal wieder für den Bockmist zahlen müssen, den er mit der Maut angerichtet hat. Und wie praktisch für ihn, daß er rechtzeitig sein Handy verloren hat, so daß man ihm jetzt gar nichts nachweisen kann. Obama hat Osama bin Laden in Pakistan ermorden lassen, einfach so, wie Diktatoren das mit missliebigen Personen machen. Wo war da der Aufschrei der Empörung? Ich habe keinen gehört. Man hätte Osama bin Laden stattdessen vor den Internationalen Gerichtshof in Den Haag bringen können, damit er ein geordnetes Verfahren bekommt. Als hingegen Kashoggi in Istanbul im Auftrag höchster saudi-arabischer Stellen ermordet und zerstückelt wurde, da gab es diese berechtigte Empörung.

Ich finde, Byron Katie bringt es schön auf den Punkt: „So I look for the Trump in me and as I identify that there is less Trump in the world… Oh, I’m not like that person at all. Well, why am I bruised in the moment? There’s something in me that I need to take a look at.“ (Ich sehe mir also den Trump in mir an und während ich ihn identifiziere gibt es weniger Trump in der Welt… Oh, ich bin überhaupt nicht so wie diese Person. Gut, warum bin ich dann jetzt so verletzt? Es gibt da etwas in mir, das ich mir ansehen sollte). Das volle Video mit Byron Katie und Martin Kirchner findet sich auf der Seite pioneersofchange.org/online-summit.

Krankheit und Wut

Fünf Wochen lang hatte ich extremen Durchfall, nichts blieb in mir drin. Ich habe mindestens 6 kg abgenommen, was ich mir nicht leisten kann, da ich zu den Menschen gehöre, die nicht schnell zunehmen, obwohl ich gern esse. Erst verdächtigte ich meine Bauchspeicheldrüse, die vor 38 Jahren durch eine Hormonbehandlung durch meine damalige Gynäkologin krank wurde und seitdem nicht mehr voll funktionsfähig ist. Ich experimentierte mit dem Verzicht auf Nahrungsmittel, die eventuell eine Unverträglichkeit hervorrufen können. Nichts änderte sich. Nach zwei Wochen nahm ich schulmedizinische Diagnostik in Anspruch. Alle Laborwerte waren völlig in Ordnung, meine Bauchspeicheldrüse fiel als übliche Verdächtige aus. Da fing ich an, an ein bösartiges Geschehen zu denken. Eine Woche lang hatte ich düstere Gedanken. Ich fing an, meine Papiere zu sortieren und für meine Kinder übersichtlich zusammenzustellen, damit sie nach meinem Tode nicht allzu viel Arbeit hätten. Gleichzeitig dachte ich sehr konkret darüber nach, was ich im Fall einer Krebsdiagnose tun würde. Klar war: keine Chemo, keine OP, kein Festhalten am Leben um jeden Preis. Es klingt vielleicht komisch, aber dieses Ordnen von Papieren und Gedanken half mir sehr. Gestern hatte ich dann zur weiteren Abklärung eine Magen- und Darmspiegelung. Mein Ex-Mann, mit dem ich seit März wie durch ein Wunder wieder in Kontakt bin, nachdem wir uns acht Jahre nicht gesehen haben, hatte mir angeboten, mich in die Praxis zu fahren und wieder abzuholen, da ich nach der Kurznarkose nicht Autofahren durfte. Das habe ich gern angenommen. Ich habe die Untersuchung dank Propofol weitgehend verschlafen, man hat nichts gefunden. Ich suchte auch Dr. P. auf, der mir mit einer energetischen Behandlungsmethode, die sich für mich wie Zauberei anfühlt, geholfen hat meinen Durchfall zu stoppen. Ich hoffe, es bleibt so und ich sehe bald wieder normal aus. Ich habe in den letzten Wochen durch meine Freundinnen und J. soviel Hilfe und moralische Unterstützung bekommen und bin einfach nur dankbar und froh. Um nicht in dunklen Gedankenkreisen zu versinken, habe ich mir in den letzten Tagen die gut gemachte und sehr spannende Netflix-Mysteryserie „Dark“ angesehen. Ich bin keine große Filmguckerin, aber jetzt ist alles anders.

Heute habe ich auf dem Weg zum Markt im Radio einen Teil der Regierungserklärung von Angela Merkel angehört. Sie begründet den ab Montag geltenden neuen Lockdown wegen der gestiegenen Coronazahlen. Betroffen sind dieses Mal wieder die Kneipen, Restaurants und Cafés, Fitnessstudios und Kulturveranstaltungen, also alles, was Menschen Freude macht. Beim Zuhören wurde ich sehr wütend. Allmählich wird immer klarer, daß wir das, was einige schon länger befürchten, längst haben: eine Gesundheitsdiktatur. Wobei das Wort Gesundheit eigentlich gar nicht passt. Denn Menschen alles zu nehmen, bzw. unter Strafe zu stellen, was unbedingt zum Menschsein gehört – Kontakt, Freude, Berührung, Singen, Lachen – macht krank. Und wenn dann der unerträglich oft in den Medien präsente Herr Lauterbach sogar davon redet, daß die im Grundgesetz verankerte Unverletzbarkeit von Privatwohnungen kein Tabu mehr sein dürfe, dann muss ich mit Kurt Tucholsky sagen: „Ich kann gar nicht soviel fressen, wie ich kotzen möchte.“ Leute, merkt ihr eigentlich noch was?! Ich bin keine Prophetin, aber das Virus kriegt ihr nicht unter Kontrolle. Und die Bevölkerung auch nicht. Ich sage es noch mal: wenn es euch wirklich um Gesundheit ginge, dann hättet ihr längst effektive Maßnahmen gegen den Klimawandel unternommen, der giftspritzenden Agrarindustrie das Handwerk gelegt und den Ausbau von 5G verboten, um nur drei Bespiele zu nennen. Wollt ihr immer weitere Lockdowns verhängen? Das nächste Virus kommt bestimmt. Wenn man den Tieren den Lebensraum nimmt, durch Palmölplantagen, Sojaanbau für die Rindermast etc., dann darf man sich nicht wundern, wenn wir von Viren überflutet werden, die unter anderen Umständen gar nicht in unsere Nähe kämen. Und im übrigen liegt die Sterblichkeit durch das Coronavirus bei unter 1%. Nach Frau Merkel kam Alexander Gauland ans Mikrofon. Ich habe bekanntermaßen keine Sympathien für die AfD und auch nicht für Herrn Gauland. Nationalismus finde ich peinlich. Heute folgte ich jedoch dem Impuls, ihn mir mal anzuhören, statt wie sonst immer von Mainstreammedien über ihn zu hören. Ich habe nicht seine ganze Rede gehört, nur die ersten fünf bis sieben Minuten, in denen er eine Analogie zwischen Verkehrstoten und Coronatoten zog. Und diese Analogie fand ich richtig und angemessen. Er spach auch von Kriegsrethorik durch die Regierung. Auch das stimmt: wenn man gebetsmühlenartig Angst vor einem Feind verbreitet, in diesem Fall das Virus und ganz nebenbei auch noch alle abwertet oder für geistig minderbemittelt erklärt, die eine andere Ansicht haben, dann schwört man die Bevölkerung auf Krieg ein. Während er sprach, gab es immer wieder Störfeuer in Form von Zwischenrufen. Ja, auch die AfD-Leute haben bei Merkels Rede immer dazwischen geschrieen. Egal, von wem sowas kommt, ich finde, es ist ein ganz beschissener Stil miteinander umzugehen. Auch ein Mensch mit einer rechten Einstellung kann mal was Kluges sagen. Vielleicht wäre es langsam mal Zeit, wenn wir lernen würden, einander zuzuhören und die Unterschiedlichkeit von Menschen auszuhalten. Mit Sicherheit wird ein Rechter nicht weniger rechts, wenn man ihn niederschreit. Wohl eher im Gegenteil.

Zum Schluss noch: hört bitte auf, die jungen Leute zu dissen, weil sie Parties feiern. Habt ihr eure eigene Jugend so gründlich vergessen? Die Jungen sind nicht schuld an der Coronapandemie. Sie verhalten sich normal. Und ich als alte Frau und von daher sogenannte Risikoperson möchte nicht vor feiernden Jugendlichen geschützt werden, sondern vor Politiker*nnen mit ihrer verfickten Angstmacherei. So, das musste jetzt mal raus!

Heiliger Raum

Neulich, als ich an der alten Buche im Wald saß und in die Landschaft schaute, spürte ich ganz deutlich, daß ich mich in einem heiligen Raum befinde. Als Kind war ich sehr gläubige Christin und für mich waren damals Kirchen, vor allem gotische, heilige Räume. Das ist lange vorbei. Ich gehe ab und zu noch in Kirchen und schaue mich in ihnen um. Sobald ich dann den blutenden gefolterten Mann am Kreuz sehe, überkommt mich heftigster Ekel vor dieser Religion, die das Leiden zum Programm gemacht hat. Nebenbei: ich bin sicher, daß der Zimmermann aus Nazareth in seinem Grabe rotiert, wegen dem was die Kirchen aus seinen Lehren gemacht haben.

Der heilige Raum, den ich an der alten Buche gefunden habe, existiert überall da, wo das Lebendige noch zu spüren ist. Vor einiger Zeit erfuhr ich von einer Frau, die für eine Stiftung arbeitet, die Wald aufkauft und schützt, daß kleine intakte Waldstücke, die inmitten von verwüsteten oder mindestens gestörten Wäldern (z. B. nach dem verheerenden Einsatz von sogenannten Harvestern), Lebewesen ein Refugium bieten und von dort aus heilenden Einfluss haben. Sie sind heilige Räume – heile Räume. Auch wenn wir in einer schwer beschädigten Welt leben, gibt es diese heiligen/heilen Räume noch und solange ich sie immer wieder neu entdecke, habe ich Freude am Leben.

Ich bin sicher, daß dieser heilige/heile Raum nicht notwendigerweise ein äußerer ist und daß jeder Mensch ihn in sich trägt. Vielleicht spüren wir ihn nur selten, vielleicht können wir ihn nicht willentlich erreichen. Manchmal mag er sich zeigen, manchmal steigt eine Ahnung von ihm in uns auf. Es ist der Ort, von dem aus Heilung stattfindet. Heilung kann nicht gemacht werden, Heilung geschieht. Deshalb finde ich es vermessen, wenn eine Person sich Heiler/Heilerin nennt. Wenn ich mich beim Gemüseschneiden in den Finger schneide, dauert es nicht lange, bis die Wunde sich geschlossen hat und nach kurzer Zeit ist allenfalls eine Narbe zu sehen. Und wie ist das geschehen? Etwas in meiner Körperin hat es bewirkt, ohne mein Zutun. Vielleicht habe ich ein Pflaster auf den blutenden Schnitt geklebt, vielleicht habe ich die Wunde vorher mit Tinktur aus Ringelblumen betupft. Aber die eigentliche Heilung geschieht durch irgendeine Kraft, die ich weder verstehen noch beherrschen kann. Da kann eine doch nur staunen.

Und was ist mit denen, die sterbenskrank sind? Da fällt mir wieder mal ein Satz von Ute Schiran ein: „Heilung kann auch Sterben bedeuten.“ Das verträgt sich natürlich nicht mit unserem modernen Weltbild: heutzutage muss Sterben um jeden Preis verhindert werden. Obwohl: das stimmt nicht ganz. Denn Sterben wird täglich billigend in Kauf genommen: das Sterben durch Verkehrsunfälle, das Sterben durch Kriege, das langsame Sterben durch Ackergifte, die sich mittlerweile überall befinden, das Sterben durch Verhungern in den Ländern des globalen Südens, das durch die Wirtschaftsweise des globalen Nordens verursacht wird, das Sterben von Geflüchteten im Mittelmeer, das Sterben unzähliger Arten durch unseren Lebensstil. Und natürlich das ganz große Sterben durch den menschengemachten Klimawandel.

Die Regierenden wollen das Coronavirus unter Kontrolle bringen. Sie versuchen es mittlerweile seit mehr als einem halben Jahr. Jetzt gibt es ein Partygängerbashing, Sperrstunden werden eingeführt (und wieder von Gerichten gekippt wie kürzlich in Bonn). Man nimmt Menschen seit März nach und nach immer mehr von dem, was zum Menschsein gehört: den Körperkontakt, die Verständigung über Mimik, das Feiern, die Möglichkeit sich frei zu bewegen. Eine Umarmung ist mittlerweile ein subversiver Akt. Es ist doch klar, daß dieses ganz und gar nicht artgerechte Leben, das uns seit sieben Monaten aufgezwungen wird und alle Abstands- und Hygiene-Regeln immer weniger akzeptiert werden, weil es uns als Herdentieren nicht entspricht. Das Virus wird unterdessen weiterziehen, weiter mutieren und vielleicht, im besten Falle, wird man irgendwann einsehen, daß es mit oder ohne Anti-Corona-Maßnahmen seine ganz eigene Agenda verfolgt und sich einen Scheiß um die ganzen Kontrollversuche schert.

Schaman*innen

Mein letztes Wildnisseminar liegt jetzt schon mehr als eine Woche zurück. Ich hatte lange gar keine Lust darüber zu sprechen. Es passieren dort Dinge, für die ich keine Sprache habe und wenn ich versuche zu erzählen, spüre ich schnell, daß ich meinen Gesprächspartner*innen nicht wirklich vermitteln kann, was mit mir/in mir geschieht. Auf jeden Fall ist es gut und genau das, was ich mir schon immer gewünscht habe und als ganz kleines Kind schon hatte, als meine Oma mit mir im Wald bei Soltau spazieren gegangen ist. Auf eine Karte an meine Eltern hat sie geschrieben, ich habe gesagt: „Im Wald ist es schön.“ Da war ich vier Jahre alt.

In der ersten Nacht habe ich ganz fürchterlich gefroren und dementsprechend wenig geschlafen. Ich habe mich innerlich darauf einstellt, daß das auch in den folgenden Nächten so sein würde. Aber es ging einigen so wie mir und unser Teamer organisierte Wolldecken, die es wirklich gebracht haben. Mein Schlafsack soll eigentlich bis 0° C funktionieren, das war wohl nichts. In der zweiten Nacht habe ich ganz schlecht geschlafen, weil ich einen großen Ärger in mir hatte. Der kam, weil ich mir in meinen neuen Parka ein handtellergroßes Loch gebrannt hatte. Wir haben halbierte Baumstammstücke mit Glut ausgebrannt, um daraus Schalen zu machen. Wahrscheinlich bin ich mit der Rückseite in die Nähe der Glut gekommen. Der Parka ist aus mit Bienenwachs imprägnierter Baumwolle und ich habe jahrelang nach sowas Ausschau gehalten, weil ich diese Outdoorjacken aus Plastik einfach nicht mag. Er war teuer, aber ich dachte, daß er mich mindestens zehn Jahre begleiten wird. (Als ich wieder zu Hause war, bin ich beim Schneider in Lütjenburg gewesen und der hatte eine gute Idee, wie er ihn reparieren könnte, ohne daß es doof aussieht)

Am Samstag bekamen wir einen Rehbock. Kopf und Füße waren schon entfernt und er war ausgenommen, aber das Fell war noch dran. Wir saßen im Kreis um das tote Tier und unsere Teamerin machte ein kleines Dankritual. Dann konnten wir den Bock anfassen, streicheln und ganz genau betrachten. Wir haben einen Jäger in unserer Gruppe und unter seiner Anleitung zogen wir das Fell ab und zerlegten das Fleisch. Davon haben wir drei Tage lang gegessen. Wir haben das Fleisch in Scheiben geschnitten und direkt in die Glut gelegt, ohne Salz und ohne Fett. Ich habe noch nie so leckeres Fleisch gegessen. Sogar unsere beiden Vegetarierinnen haben davon probiert.

In der dritten Nacht habe ich richtig gut geschlafen und bin nachts noch nicht mal zum Pinkeln wach geworden, was gut war, denn es ist nicht lustig bei der Kälte aus dem Zelt zu müssen. Später erfuhren wir, daß die Nachttemperaturen zwischen 3 und 5° C lagen. Und wir lernten, daß nicht nur die Decken für wohlige Wärme gesorgt hatten, sondern auch das Fleisch. Nicht ohne Grund essen die Menschen in der Arktis fast ausschließlich Fleisch und Fett: es gibt nichts anderes und es hält den Körper warm.

Als ich wieder zu Hause war, entdeckte ich, daß das Wild meinen letzten Mangold gefuttert hatte. Ich bekomme oft Besuch von wilden Tieren, die mein Gemüse lecker finden und das war viele Jahre ein Problem für mich. Aber dieses Mal musste ich lachen. Wenn ich das Fleisch von wilden Tieren esse, ist es nur gut und richtig, wenn ich mein Gemüse mit ihnen teile. Ich habe dieses Jahr viel ernten können und die Beete sind immer noch nicht leer, es ist genug da.

Grießbrei mit Saft aus selbstgeernteten
Holunderbeeren

In meinem Umkreis begegne ich derzeit etlichen Menschen, die einen Schamanen oder eine Schamanin aufsuchen. Schamanismus liegt voll im Trend. Ich bin da skeptisch. Erstmal finde ich es irgendwie nicht richtig, daß Menschen sich selbst so nennen. Und dann möchte ich gern hinterfragen, woher sie ihr Wissen/ihre Fähigkeiten nehmen. Manche sind sie bei Indigenen in fernen Ländern gewesen, manche haben einen Trommelworkshop besucht. 1994 habe auch ich so ein Seminar mit Paul Uccusic besucht. Ich habe gelernt, nach dem monotonen Rhythmus einer Rahmentrommel zu reisen und Erkenntnisse aus der Anderswelt mit in meine Alltagswelt zu bringen. Diese einfache Methode wende ich seitdem ab und zu an und sie hat mir, manchmal auch anderen, oft weitergeholfen. Ja, und dann habe ich bei der lieben Ute Schiran ganz viel gelernt, vor allem, daß ich nie isoliert von den großen schwingenden Feldern des Lebens bin. Deshalb bin ich aber keine Schamanin.

Ich verstehe die Faszination für das Thema Schamanentum, weil ich sie von mir selbst kenne. Und in Zeiten einer immer herzloseren Schulmedizin, die nicht in der Lage ist, den Menschen ganzheitlich zu sehen und zu behandeln, nimmt das Bedürfnis nach einer Alternative natürlich zu. Außerdem haben wir tief in unseren Körperzellen die Erinnerung an eine Zeit, an der nicht Ärzt*innen, sondern weise Frauen und Schaman*innen gerufen wurden, wenn es Probleme gab.

Unsere weiße Kultur hat fünfhundert Jahre, seit Inquisition und Hexenverbrennungen, alles dafür getan, das alte Wissen zu vernichten. Zeitgleich kam der Ärztestand auf. Wenn wir jetzt versuchen, an die Zeit vor der Vernichtung anzuknüpfen, suchen viele bei den Indigenen in Amerika, Asien, Australien. So verständlich das ist, es ist wieder mal nichts anderes als kolonialistische Aneignung. Ute Schiran hat es schlicht „Klauen“ genannt. Wenn ich z. B. ein Ritual nachahmen würde, das First Nations in den USA für die Weiße Büffelkalbfrau machen, hätte das nichts mit uns und der Landschaft, in der wir leben, zu tun. Ich bin davon überzeugt, daß wir die Arbeit des Erinnerns, des Aus-dem-Untergrund-holens selbst machen müssen. Das bedeutet, daß wir alte Mythen aus unserem Kulturkreis, alte Volksbräuche und unsere Intuition benutzen müssen, um peu à peu das alte Wissen auszugraben. Und wenn wir das mit aller Konsequenz machen, dann verändern wir uns und unsere Sicht auf die Welt. Denn erkennen wir, daß nicht wir die Heiler*innen sind sondern die unsichtbaren Helferwesen. Und der Kontakt mit ihnen will gepflegt werden. Nach meiner eigenen Erfahrung ist aber etwas Weiteres absolut notwendig auf diesem Weg: eine starke Rückverbindung mit der Natur, mit der wilden Welt und das Bewusstsein, daß wir ein Faden im Gewebe des Lebens sind, nicht größer, nicht besser, nicht intelligenter als alle anderen Lebewesen.

Risikogruppe

Beifuß, das Kraut, das als eines der ersten aus den Trümmern wächst

Ich möchte noch mal auf die Artikel von Professor Moser auf brennstoff.com zum Coronathema hinweisen. Im neuesten geht es um einen Blutdrucksenker, der im Verdacht steht, in Verbindung mit einer Coronainfektion zu schwersten Krankheitsverläufen zu führen und um Unterdrückung und Fälschung von Studien, alles sehr sorgfältig belegt mit Quellen, wie sich das für einen seriösen Wissenschaftler gehört. Man findet auch eine Link zu einem Video über die Verwendung von Artemisia annua in Madagaskar und Afrika und wie die Pharmalobby deren überaus erfolgreiche Anwendung behindert. In Frankreich ist die Verwendung von Artemisia annua bereits verboten. Wo kämen wir denn auch hin, wenn die Menschen sich selbst helfen können und keine Produkte der Pharmalobby mehr einnehmen!

Eins steht fest: nächstes Jahr wächst Artemisia annua in meinem Garten! Ich hatte sie vor Jahren schon mal angepflanzt, nachdem ich gehört hatte, daß sie in der chinesischen Medizin seit mehreren Tausend Jahren verwendet wird. Gestern fand der Kräuterkurs mit sechs sehr tollen, motivierten Frauen statt. Es hat wieder so viel Freude gemacht, daß ich anschließend noch stundenlang richtig high war. Es fühlt sich so gut und sinnvoll an, das alte Pflanzenwissen aus der Versenkung zu holen und weiter zu geben. Das werde ich noch intensiver tun als bisher!

Passend zum Thema: auf salamandra.de fand ich gestern den Hinweis auf eine Petition der Gemeinschaft Schloss Tempelhof auf Change.org https://www.change.org/p/bundeskanzlerin-corona-sch%C3%BCtzen-sie-%C3%A4ltere-nicht-um-diesen-preis-selbstbestimmt-altern-und-sterben?recruiter=151149780&utm_source=share_petition&utm_medium=email&utm_campaign=share_email_responsive&utm_term=aff04f7151e741afbe2039b2578d7361&recruited_by_id=8c3dea0e-3e35-4d1c-a004-dc33a6450c0a (Corona: Schützen Sie uns Ältere nicht um diesen Preis! Selbstbestimmt altern und sterben!). Ich habe es ja nicht so mit Petitionen, weil mir scheint, daß sie genauso wenig echte Veränderung bewirken wie Wahlen. Diese werde ich dennoch unterschreiben, weil der Text zu 100% das ausdrückt, was ich denke. Geschrieben wurde er von Menschen der Gemeinschaft, die sich als Angehörige der Risikogruppe sehen. Bin ich ja auch mit meinen 66 Jahren und als ehemalige starke Raucherin. Aber lest am besten selber.

Und dann gibt es Neues von Charles Eisenstein: https://charleseisenstein.org/essays/der-verschworungs-mythos/?_page=2

Ich sag’s noch mal: ich glaube nicht an Verschwörungsmythen, aber ich finde, daß es auf der Erde Menschen mit zuviel Geld gibt, mit dem sie viel Unheil anrichten können, z. B. Bill Gates, aber auch z. B. Mark Zuckerberg. Leider benutze auch ich Windows auf meinem Notebook (an Linux habe ich mich bisher noch nicht rangetraut) und mache Bill Gates damit noch reicher, aber immerhin weigere ich mich konsequent WhatsApp auf mein Smartphone zu laden und ertrage das Befremden etlicher Menschen in meinem Umkreis deswegen. Wer mich erreichen will, kann das über meinen Festnetzanschluss, über SMS und über Mail. Charles Eisenstein beschreibt sehr schlüssig, was am Grunde der Verschwörungsmythen liegt: der Verlust des Vertrauens in die Politiker*innen. Er zählt einige Beispiele auf, wie die US-Regierung in den letzten Jahrzehnten ihre Bevölkerung belogen hat. Ich füge noch welche für deutsche Regierungen nach der Wende an: die von Helmut Kohl versprochenen blühenden Landschaften und die von der Politik tolerierte Ausplünderung Ostdeutschlands durch die Treuhand (die eine Ursache für das Erstarken der Rechten ist), die Einführung von Hartz 4 durch die Schröder-Fischer-Regierung, die sogenannte Bankenrettung mit unseren Steuergeldern, die Forderung nach Kaufprämien für Neuwagen durch Herrn Söder und andere Politiker nach dem Abgasbetrug der deutschen Autobranche. Und wenn Frau Esken die Menschen, die gegen die Coronarestriktionen auf die Straße gehen, als Covidioten beschimpft, dann offenbart sich da die geballte Arroganz der herrschenden Kaste gegenüber der Bevölkerung. Na ja, die SPD manövriert sich mit Volldampf in die völlige Bedeutungslosigkeit, soll mir recht sein.

Zum Schluss noch mal was zum Thema Rechte: nach der letzten großen Demo in Berlin wurde sehr eifrig und empört in den Mainstreammedien über den „Sturm auf den Reichstag“ durch Reichsbürger und rechte Demonstranten berichtet. Daß Zehn-, wenn nicht Hunderttausende in Berlin friedlich demonstrierten, die mit rechten Ideen nichts am Hut haben, wurde kaum erwähnt.

Wenn ich mich politisch einordnen müsste, dann bei den Anarchist*innen. Das sind die, die überhaupt keine Regierung wollen, sondern Selbstorganisation wie sie bereits in Spanien während des Bürgerkrieges erfolgreich praktiziert wurde, bis Franco das gewaltsam beendete. Aber diejenigen, die in den letzten Wochen so eifrig die Moralkeule geschwungen und unermüdlich Distanzierung von den Rechten gefordert haben, machen genau das, was sie den Rechten vorwerfen: sie grenzen aus. Dann besteht vielleicht tatsächlich die Gefahr, daß sich Geschichte wiederholt. Mein Vater hat mir erzählt, daß er zu Beginn der 1930er Jahre Zeuge wurde, wie sich Rechte und Linke auf der Straße geprügelt haben. Heute gibt es Demonstrationen und Gegendemonstrationen. Und was bringt das? Jede Seite schreit die andere nieder. Und beide Seiten sind davon überzeugt, sie sind die Guten. Da sind wir dann wieder beim altbekannten Freund-Feind-Schema und mittendrin in der Kriegsmentalität. Wie wäre es denn, sich mal dafür zu interessieren, warum Menschen rechts werden? Und mit Interessieren meine ich nicht, Soziologen oder sonstige Akademiker zu fragen, sondern exakt die Leute, die z. B. AfD wählen.

Ich weiß aus meiner persönlichen Erfahrung, wenn ich etwas bei anderen Menschen ganz stark ablehne, dann lohnt es sich mal in mich zu gehen und zu schauen, ob mir da etwas gespiegelt wird, das ich bei mir selbst nicht sehen kann. Meistens finde ich was.

Wer Wind sät, …

… wird Sturm ernten.

Einer meiner Lieblingssprüche.

Ein Link zu einem Video mit Dirk Sattelmaier, einem der Rechtsanwälte, die Eilanträge gegen das Verbot der Demo in Berlin am Samstag eingelegt und damit letztlich erfolgreich waren:

Es ist sehr emotional und ziemlich klug, finde ich jedenfalls.

Heute Morgen auf NDR Info ereiferte SPD-Mann Klingbeil sich über die Demonstranten, die zusammen mit Rechten auf der Straße waren. Als der Moderator ihn eindringlich fragte, ob Menschen, die mit den restriktiven Coronamaßnahmen nicht einverstanden sind, in Zukunft nicht mehr demonstieren sollten, weil eventuell auch Rechte dabei sind, gab Herr Klingbeil mit sehr vielen Worten keine Antwort.

Am Samstag war ich auf einer Geburtstagsparty. Da gab es keinen Abstand und ein sehr schönes und gemütliches Zusammensein auf der Terrasse mit gutem Essen und guten Gesprächen. Ich erzählte von einer Begegnung beim Einkaufen, als der Ladeneigner mir am Ende des Gesprächs seine große Hand über den Tresen reichte und ich ihm meine gab. Solche Begegnungen heben meine Stimmung, ich kann auf sie nicht verzichten.

Am nächsten Morgen fuhr ich früh über leere Straßen Richtung Mecklenburg-Vorpommern zum ersten Imker*innentreffen seit Corona. Mit mir fuhr ein selbstgebackener Marmorkuchen, den ich morgens noch fluchend in Stücke geschnitten hatte, weil wir laut Coronaregeln für den Tag portionierte Sachen für’s Büffet mitbringen sollten. Eine Regel war auch der Mindestabstand von 1,5 m und keine Umarmungen und sonstige Herzereien. Bei Eutin spürte ich, daß ich demnächst eine Toilette und eine Tankstelle brauchen könnte. Während ich durch die noch schlafstille Stadt fuhr, wurde mir klar, daß ich überhaupt gar keine Lust hatte, nach Meck-Pom zu fahren, um keinen meiner lange nicht gesehenen Imkerfreunde umarmen zu dürfen. Also fuhr ich zurück. Zu Hause verputzte ich erst mal zwei Stück Marmorkuchen und alles fühlte sich gut und richtig an.

Regen

Danke, lieber Regen!

Es regnet ausgiebig. Das ist fein: die Erde bekommt das Wasser, was sie braucht und ich habe einen Grund, mir drinnen einen gemütlichen Tag zu machen. Ich habe mit meiner Mutter telefoniert. Sie sagte, in Münster regnet es gar nicht mehr. Das stimmt nicht ganz, aber Tatsache ist, daß sich in meiner langjährigen Heimatstadt das Wetter hin zum Trockenen und Windigen gewendet hat. Als ich mit 18 dahin zog, gab es noch das Sprichwort: „In Münster regnet es oder es läuten die Glocken. Wenn beides stattfindet, ist Sonntag.“ Tatsächlich gab es häufig Zeiten, in denen es mal ein oder zwei Wochen am Stück geregnet hat. Das ist vorbei. Da bin ich dankbar, daß im Norden noch einigermaßen viel Wasser vom Himmel kommt, wenn auch die Trockenphasen und die Hitze spürbar zugenommen haben.

Gestern fand ich die neue Brennstoff in meinem Briefkasten. Sie kommt viermal im Jahr und ist jedes Mal eine große Freude für mich. In dieser Ausgabe wird z. B. darüber berichtet, daß Firmen wie Amazon praktisch keine Steuern zahlen und die Kleinunternehmer kräftig zur Kasse gebeten werden oder daß für den Mord an Thomas Sankara, dem ehemaligen Präsidenten von Burkina Faso (1983 – 1987) möglicherweise Frankreich verantwortlich war. Thomas Sankara hat sich stark für die Wiederaufforstung in Afrika eingesetzt. Und er hat dazu aufgerufen: „Lasst uns in Afrika produzieren, in Afrika verarbeiten, in Afrika verbrauchen.“ „Schulden sind ein Mittel der Rekolonialisierung Afrikas, “ hat er gesagt. Wie recht er hat! Wie viele Hilfsgelder, Spenden etc. sind nach Afrika geflossen, dennoch ist es seit der Kolonialzeit nie auf einen grünen Zweig gekommen. Warum? Weil es politisch nicht gewollt ist. Und ein großer Teil der Gelder fließt in die Taschen der korrupten Eliten.

Eisenkraut

Am allermeisten begeistert hat mich der Artikel von Maximilian Moser, einem österreichischen Medizinprofessor über den einjährigen Beifuß (Artemisia annua), der bei Covid19 helfen kann. Was ich bisher aus keiner Berichterstattung erfahren habe: Madagaskar setzt diese Pflanze, die übrigens auch ein bewährtes Malariamittel ist, zur Vorbeugung und Behandlung von an Covid19-Erkrankten ein und hat eine Sterblichkeit von unter 1%. Man kann den Brennstoff kostenlos im Internet lesen: https://brennstoff.com/. Das Schöne an ihr ist, daß sie eben nicht nur über die niederschmetternden Dinge, die sich durch menschliches Tun auf unserer schönen Planetin ereignen, berichtet, sondern mit großer Herzenswärme alternative Geschichten von Menschen erzählt. Wenn es die nicht gäbe, müsste ich verzweifeln.

Zum Schluss noch was zu den sogenannten Verschwörungstheorien: gestern traf ich mich mit einer Freundin, die sehr intensiv im Internet zum Thema Corona und staatliche Maßnahmen recherchiert hat. Sie hat mir von einem Plan erzählt, der angeblich von Bill Gates und anderen superreichen Männern entwickelt wurde. Der ist ziemlich eklig. Unter anderem gäbe es da den Plan, die ganzen Kleinunternehmen zu zerstören und eine weltweite Impfpflicht einzuführen. Ich traue Bill Gates alles zu, und daß er ein leidenschaftlicher Vertreter von Impfpflicht für alle ist, weil er sich auf die Fahnen geschrieben hat, alle Krankheiten auszurotten, ist kein Geheimnis. Daß er ein Gespräch mit Angela Merkel hatte, auch nicht. Daß es Kräfte gibt, die im Geheimen die Geschehnisse weltweit steuern, wissen wir auch schon lange, Deep State nennt sich das, glaube ich. Als Beispiel möchte ich die Ermordung des marxistischen Präsidenten von Chile, Salvador Allende, 1973 nennen. Damals hieß es in der Berichterstattung, er habe sich während der Machtübernahme durch das Militär selbst erschossen. Tatsächlich steckte die CIA hinter dem Militärputsch. Die USA, das kriegerischste Land der Erde, konnte es einfach nicht hinnehmen, daß vor ihrer Haustür der Sozialismus eingeführt wurde. Auch die Entmachtung von Evo Morales in Bolivien geht mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit auf die CIA zurück. Denn Bolivien ist ein Land mit reichen Vorkommen an Lithium, das für die Herstellung von diversen elektronischen Geräten wie Navis, Windräder etc. unverzichtbar ist (Schönen Gruß an dieser Stelle an alle, die sich ständig neue elektronische Geräte kaufen!). Daß es also diese Schweinereien gibt und daß der Tod und das Elend von unzähligen Menschen sowie eine zunehmende Zerstörung unserer Lebensgrundlagen dafür billigend in Kauf genommen wird, ist eine Tatsache. Ich glaube aber nicht daran, daß es eine Verschwörung gibt, weil sich ja noch nicht mal beispielsweise die europäischen Regierungen in vielen Punkten einig werden können. Was ich sagen will ist: ja, es gibt Menschen mit absolut perfiden Ideen (was für mich Ausdruck einer extrem schwerwiegenden psychischen Erkrankung ist, die offensichtlich besonders krass bei Menschen mit extrem viel Geld auftritt). Aber es gibt unendlich viel mehr Menschen mit richtig guten und lebensfördernden Ideen, die sie auch umsetzen. An die möchte ich mich halten, von denen möchte ich mehr erfahren, mit denen möchte ich zusammenarbeiten, anstatt wie das Kaninchen vor der Schlange vor den sogenannten Mächtigen zu erstarren.

Ja, ich finde auch, daß die Mainstreammedien in der Regel sehr einseitig berichten. Gerade was Corona angeht, wurde das wieder deutlich. Da wurde und wird immer noch ganz viel mit Angstmacherei gearbeitet, was bei vielen leider auch Wirkung zeigt. Trotzdem finde ich es nicht gut, wenn Journalisten mit Sprechchören wie „Lügenpresse“ niedergemacht werden, wie etwa Dunja Hayali bei der großen Demo in Berlin. Daß die Bildzeitung zu Springers Zeiten als erklärt antikommunistisches Blatt ganz bewusst Lügen verbreitet hat, ist nie ein Geheimnis gewesen. Dennoch denke ich, daß die meisten Journalist*innen nicht lügen, sondern einfach ganz tief in der Mainstreamgeschichte, also dem herrschenden Narrativ feststecken. Niederschreien von Menschen überzeugt niemanden und bewirkt möglicherweise eher das Gegenteil.

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Wissen bewahren

Katze I

Der letzte Kräuterkurs am Samstag hat mir besonders viel Spaß gemacht: zwei neue Frauen – die dritte hatte kurzfristig abgesagt – die bereit waren, sich sehr tief auf die Erfahrung von Pflanzen einzulassen und nicht vor Brombeerranken und Brennnesseln zurückschreckten. Wir haben draußen sogar gesungen – keine Angst vor Aerosolen, ha!

Im anschließenden Gespräch ging es auch darum, daß seit 30 Jahren oder länger immer mehr Heilpflanzen auf die Liste der gesundheitsgefährdenden Substanzen gesetzt werden. Meist handelt es sich um pyrrolizidinhaltige Pflanzen. Pyrrolizidin ist ein Alkaloid, mit dem einige Pflanzen sich davor schützen gefressen zu werden. Dazu gehören solche, die wahrscheinlich schon immer eine wesentliche Rolle als Heilpflanzen gespielt haben, etwa der Beinwell, der Huflattich, der Wasserhanf, aber auch das so massiv bekämpfte Jakobskreuzkraut, das die First Nations in Nordamerika als Medizin benutzt haben. Ich habe es selbst vor ca. 20 Jahren erlebt, als ich Huflattichblätter in der Apotheke kaufen wollte. Der Apotheker bekam fast Krämpfe, als ich ihm mein Anliegen nannte. Ob ich nicht wüsste, wie gefährlich Huflattich sei und daß er die Leber zerstören könne… Als langjährige Raucherin habe ich damals nicht selten Huflattich erfolgreich gegen meinen penetranten Raucherinnenhusten eingesetzt (mittlerweile rauche ich schon lange nicht mehr und brauche dementsprechend auch keinen Huflattich mehr), aber meine Leber ist immer noch prima in Ordnung. Ich bin mir übrigens sicher, daß Alkohol viel gefährlicher für die Leber ist als die gelegentliche Einnahme von pyrrolizidinhaltigen Pflanzen. Wenn man natürlich Ratten im Tierversuch wochenlang ausschließlich Huflattich zu futtern gibt, wundert es doch nicht, daß die alle krank werden. Dasselbe würde passieren, wenn Menschen wochenlang z. B. nur Möhren oder Tomaten essen würden. Was mich damals sehr geärgert hat: derselbe Apotheker hat, bevor er mich bediente, einigen Kunden kommentarlos Paracetamol über den Tresen gereicht. Ich hätte es angemessen gefunden, wenn er darauf hingewiesen hätte, daß dieses Medikament schwerste Leber- und Nierenschäden verursachen kann.

Katze II

Im Kräuterladen konnte man Beinwell, die zweite sehr von mir geschätzte Pflanze, schon lange nicht mehr kaufen, aber in einigen Apotheken. Damit ist mittlerweile Schluss. Welche diese Pflanzen in ihr Repertoire aufnehmen möchte, die muss selber sammeln. Ich habe angefangen, an verschiedenen Stellen in meinem Garten Beinwellwurzelstückchen in die Erde zu legen, weil daraus schnell neue Pflanzen wachsen. Huflattich gibt es an der Steilküste und über all da, wo verwüstetes Land ist. Und Wasserhanf, eine hervorragende Pflanze zur Stärkung der Immunabwehr gerade in Zeiten der Covid19-Hysterie, wächst oft an feuchten Stellen und ist darüber hinaus eine ergiebige Insektenweide.

Daß Lobbyinteressen eine Rolle bei der ganzen Geschichte spielen, ist ziemlich offensichtlich: man kann mit Pflanzen, die in der freien Natur erhältlich sind, kein Geld verdienen, wohl aber mit Medikamenten. Eine der Teilnehmerinnen hat mich mit einem Kommentar zu einer erschreckenden Erkenntnis gebracht: im Mittelalter hat man mit dem Erstarken des Ärztestandes den weisen Frauen und Hebammen, die bis dahin ihr Kräuterwissen von Generation zu Generation weitergaben, verboten ihre Heilkünste auszuüben. Plötzlich waren nur noch studierte Männer dazu berechtigt. Und die haben dann mit so extrem giftigen Mitteln wie Quecksilber versucht, die gerade aus den beiden Amerikas importierte Syphilis zu kurieren. Es ist nicht klar, ob die Patienten dann eher an den Folgen der Syphilis oder des Quecksilbers starben. Wir sind jetzt in einer ähnlichen Situation: die altbewährten Heilpflanzen, die in richtiger Dosierung weniger schädlich sind als die Produkte der Pharmaindustrie, werden offensichtlich peu à peu aus dem Handel genommen und zusätzlich schürt man noch Angst vor ihnen. Auch von mir sehr geschätzte Kräuterbuchautorinnen haben in vorauseilendem Gehorsam in Neuauflagen ihrer Bücher die genannten Pflanzen nicht mehr aufgeführt. Wahrscheinlich wollen sie sich keine Schwierigkeiten einhandeln. Einzig Wolf-Dieter Storl bricht weiterhin eine Lanze für den Wasserhanf und hat dabei sogar einen Professor Dr. Rudolf Fritz Weiß auf seiner Seite (nachzulesen in Borreliose natürlich heilen, 2007). Es geht also Wissen verloren, wenn es nicht mehr in den Büchern erscheinen darf. Ähnliches ist vor langer Zeit mit den Pflanzen passiert, die empfängnisverhütend oder abortiv wirkten. Die Folge war, daß Frauen bei unerwünschter Schwangerschaft auf sogenannte Engelmacherinnen angewiesen waren, die oft unter lebensbedrohlichen Bedingungen einen Abbruch vornahmen oder sie mussten bis in die 80er Jahre nach Holland fahren, weil in Deutschland Schwangerschaftsabbrüche illegal waren. Ich will nicht, daß altbewährtes Heilwissen verloren geht und werde alles dafür tun, daß es erhalten bleibt und weitergegeben wird. Und ich ahne, daß die Zeit gar nicht fern ist, wo wir auf dieses Wissen verschärft angewiesen sind. Bereits zu Lockdown-Zeiten gab es in den Apotheken nicht mehr genug Medikamente, weil die meisten in Indien hergestellt werden und nicht mehr geliefert werden konnten. Das Coronavirus wird uns erhalten bleiben, das nächste wird kommen und die Wirtschaftskrise ist mit großer Wahrscheinlichkeit bereits im Anmarsch: da ist es gut, alles was eine und einer so braucht, in Reichweite zu haben.

Katze III

Ich habe vor der Geburt meines ersten Kindes ein knappes Jahr in der Dialyse gearbeitet. Dorthin kamen dreimal in der Woche einige Frauen, die sich ihre Nieren mit Schmerzmitteln vom Phenacetintyp zerstört hatten. Als ich ein Kind war, gab es den Conterganskandal, der dazu führte, daß Tausende mit fehlenden oder verkrüppelten Armen und Beinen geboren wurden. Es gibt keine ungefährlichen und nebenwirkungsfreien Medikamente. Nach meiner Erfahrung ist tatsächlich gegen fast jede Krankheit ein Kraut gewachsen. Man hat übrigens herausgefunden, daß einige Tiere bei Verletzungen Wasserhanf fressen. Offensichtlich schmeckt er auch gut, denn meiner im Vorgarten hat nur kurz überlebt, dann wurde er vom Wild verspeist.

Es gibt noch ein weiteres sehr schwerwiegendes Argument gegen Medikamente: sie werden alle ohne Ausnahme im Tierversuch getestet. Und das bedeutet unerträgliches Leiden für unsere Mitlebewesen.

Da bleibe ich doch gern bei meinen grünen Pflanzenverbündeten, die mich seit so langer Zeit schon freundlich und zuverlässig begleiten.

Don’t argue, just do it!

Von meiner Tochter erfuhr ich, daß im Netz das Gerücht kursiert, daß Beirut nicht durch ein explosives Düngemittel sondern durch eine Atombombe weggefetzt wurde. Oh Mann, wie gut, daß ich nicht ständig im Internet hänge. Mir reichen schon meine kurzen Ausflüge, dann habe ich eigentlich immer genug. Ich halte ziemlich alles für möglich, aber in diesem Fall reicht es doch schon, was passiert ist. Ja, ich habe die Bilder gesehen, und bei einer Explosion solchen Ausmaßes entsteht eben ein Rauchpilz, der einem Atompilz ähnelt.

Daß die Mainstreammedien unzulänglich informieren, ist nichts Neues. Ich erinnere mich noch an die Bericherstattung zur Zeit der Studentenbewegung der 1968er. Es war keineswegs nur die Bildzeitung, die sich durch tendenziöse Berichterstattung hervorhob. Z. B. hat kein Medium anlässlich des Schahbesuchs in Berlin damals berichtet, daß es zusammen mit dem Schah eingereiste Iraner waren, die die friedlich Demonstrierenden plötzlich rudelweise mit mitgebrachten Holzlatten vermöbelten, unter den Augen der deutschen Polizei. Stattdessen wurden die Studenten als Provokateure und Randalierer dargestellt. Das war der Startschuss für die Studentenbewegung. Ich gehe nicht so weit, die Mainstreammedien als Lügenpresse zu bezeichnen. Es ist wohl so: die öffentlich rechtlichen Sender und die meisten Zeitungen greifen alle auf dieselben Quellen zurück. Und natürlich gibt es nur sehr wenige Blätter, die eigene Recherchen machen und eine geistige Grundausrichtung abseits des Mainstreams haben. Man muss nicht an Verschwörungen glauben (was ich nicht tue).

Auch im Zusammenhang mit den Coronarestriktionen glaube ich nicht an verborgene Motive irgendwelcher Regierender. Ich sehe in den ganzen Maßnahmen eine Art von blindwütigem Aktionismus nach dem Motto: es muss was getan werden. Das macht die Sache natürlich nicht besser und auch nicht sinnvoller. Alle Argumente für den Lockdown – drohender Zusammenbruch des Gesundheitswesens, Schutz der sogenannten Risikogruppen – wurden nachgeschoben. Es ging nicht um den Schutz von Leib und Leben der Bürger*innen. Wenn der den Staat wirklich interessierte, hätte er längst ein Tempolimit auf den Autobahnen eingeführt, spätestens nach dem Super-GAU von Tschernobyl auf Atomkraftwerke und Endlagerstätten verzichtet, Glyphosat und Neonicotinoide schon vor Jahren aus dem Verkehr gezogen und für gute Arbeitsbedingungen in Krankenhäusern und Pflegeheimen gesorgt. All das ist nicht geschehen, wie wir alle wissen. Stattdessen labern irgendwelche Politiker (ja, bisher habe ich nur Männer in dieser Sache gehört), man müsse erst mal Studien machen, ob ein Tempolimit wirklich helfen würde. Stattdessen wurden in den letzten 20 Jahren Krankenhäuser an Privatinvestoren verkauft und zu profitorientierten Unternehmen gemacht, die dann an allem sparten, vor allem am Personal. Wenn unsere Regierungen es wirklich ernst meinten mit unserem Schutz, dann wären sie mit aller Kraft dabei, sich mit dem Klimawandel und der zerstörerischen Plastikmenge in den Ozeanen zu beschäftigen. Aber gerade das findet jetzt praktisch gar nicht statt: die Zwangsmaßnahmen gegen Corona haben dazu geführt, daß noch mehr Plastik produziert wird, weil angeblich nur Einmalmaterial den Hygienestandards entspricht.

Da freut es mich, daß mein Käsemann auf dem Markt beim Gesundheitsamt angerufen hat und von dort die Erlaubnis bekommen hat, wieder wie vor Corona die von seinen Kund*innen mitgebrachten Dosen mit Käse zu befüllen. Das zeigt mal wieder: wir haben Möglichkeiten, die wir nutzen können. Nicht auf den Staat verlassen, selber machen. Dazu gehört Courage. Gestern habe ich übrigens erfahren, daß das französische Wort courage von coeur (Herz; ich krieg mit meiner Tastatur die korrekte Schreibweise nicht hin: o und e werden als ein Buchstabe abgebildet), also der Mut, der vom Herzen kommt. Da fällt mir wieder einer meiner Lieblingssätze von Susun S. Weed ein: „Don’t argue, just do it.“

Sommer

Ich habe wieder ein Wildniswochenende hinter mir. Sehr heiß, obwohl wir die ganze Zeit im Wald waren. Und wieder sehr schön und inspirierend. Ich sammle neue Erfahrungen. Weil ich mein Gepäck reduzieren wollte, schließlich sind es vom Parkplatz bis zu unserem Camp noch ca. 2 km zu laufen, habe ich auf Isomatte und Schlafsack verzichtet und stattdessen mein Yoga-Schaffell und meine Wolldecke mitgenommen. Aber in der zweiten Nachthälfte ging die Temperatur deutlich herunter und es wurde kalt. Also zog ich in der zweiten Nacht noch ein langärmeliges Shirt über und dann ging es besser. Weil ich auch Ohropax in den Ohren hatte, um die laute Partymucke, die von irgendwoher schallte, nicht zu hören, bekam ich die Wildschweine nicht mit, die uns einen nächtlichen Besuch abstatteten. Sonntagmorgen stand ich extra früh auf, um mit zwei anderen Frauen runter zum See zu gehen und zu schwimmen. Es war ein Genuss, nackt in das klare glatte Wasser einzutauchen. Das werde ich in Zukunft immer machen. Mal schauen, wie es im Winter aussieht.

Ich kann wie beim letzten Mal nicht wirklich beschreiben, was wir gemacht haben. Oder besser: ich könnte die nackten Fakten aufzählen, daß wir z. B. Spurenlesen geübt haben und eine Einführung in das Coyote-Teaching bekommen haben, zu dem gehört, daß es statt Erklärungen Fragen gibt. Aber warum mich diese Treffen so in der Tiefe packen und begeistern, kann ich nicht sagen. Nach meiner Ankunft am Sonntag fühlte ich ein inneres Schwirren, das mich vom Schlafen abhielt.

Einer unserer Mentoren sang ein Lied, in dem die Zeile vorkam: „I am the weaver, I am the woven one.“ Wie schön drückt das aus, was ich über die Welt denke: ich bin die Weberin, ich bin das Gewebte.

Am Dienstag machte ich einen langen Gang, um Pflanzen für meinen Kräuterbuschen zu sammeln. Als ich losging, hatte ich noch keinen Plan, wohin ich gehen wollte. Ich bat die Pflanzen, mich zu führen. Und so entdeckte ich einen märchenhaft schöne Wiese mit Obstbäumen, umgeben von Wald, auf der Rainfarn und Leinkraut blühten. Überhaupt bin ich in den letzten Wochen so tief in die Welt der Pflanzen eingetaucht wie schon lange nicht mehr. Es ist eine magische Welt und das Lernen hört nie auf.

Ich genieße den Sommer. Vor einigen Tagen habe ich den reifen Waldstaudenroggen geerntet. Die Halme sind höher als ich selbst und ich musste wieder an die Kornfelder meiner Kindheit denken, in denen ein großer Mensch sich verstecken konnte. Und die Ähren, welch perfektes Design! Mir fiel die Frau im Wandererheim in Jokkmokk vor zwei Jahren ein, die die Überlegenheit der menschlichen Gattung an ihrer Fähigkeit Kunst herzustellen festmachte. Wenn ich mir eine Getreideähre ansehe, weiß ich, daß menschliche Kunst immer lediglich eine Kopie sein kann.